Der Commodore unterdrückte einen tiefen, gurgelnden Husten. Die roten Flecken danach auf seinem Taschentuch stammten nicht vom Wein. Vorsichtig sagte Bolitho:»Ich möchte Sie nicht behelligen, Commodore, aber ich könnte den Arzt der Truculent kommen lassen. Er ist ein guter Mann, den ich schätze.»

Warren richtete sich auf.»Es geht schon, Sir Richard. Ich kenne meine Pflichten.»

Bolitho sah sich um. Das Kommando über dieses alte Schiff und der Dienstrang eines Commodore war alles, was der Mann in seinem ganzen Leben erreicht hatte. Bolitho versuchte, sein Mitleid zu verbergen, und fuhr fort:»Ich habe neue Befehle an das Geschwader geschickt. Einige Schiffe muß ich abziehen und nach England in Marsch setzen. «Schimmerte da Hoffnung in Warrens Augen auf? Er mußte ihn enttäuschen.»Leider nur Fregatten, nicht dieses Schiff, Sir. Wir brauchen eine neue Strategie, um Kapstadt zu erobern und danach auch zu halten, ohne daß wir uns auf eine lange Belagerung einlassen, die nur die Holländer gewinnen würden.»

Warren antwortete heiser:»Die Armee wird das nicht mögen, Sir Richard. Sir David Baird ist ein Eisenfresser.»

Bolitho dachte an den Brief, der in seinem Safe auf der Truculent eingeschlossen lag. Dieser Brief war nicht wie andere von einem Sekretär oder einem Lord der Admiralität unterzeichnet, sondern trug Unterschrift und Siegel des Königs. Obwohl es hieß, daß


Перейти на страницу:
Изменить размер шрифта: